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Borken ohne genmanipulierten Mais

Mitglied im „Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“

News aus dem September 2007 (Teil 2, ab 18.9.)


Gentechnik-Demo „Lange Tafel - Gentechnikfrei” in Wallerdorf
Pressemitteilung der Grünen Osterhofen, 30.9.2007
Abschlussveranstaltung DEMO gegen AGRO-Gentechnik am 30.9.2007
Der Biokreis Passau und der Bund Naturschutz hatten die „Lange Tafel“ organisiert. Mitgebracht wurden garantiert gentechnikfrei angebaute und produzierte Lebensmittel wie Äpfel, Weintrauben, Gemüse, Säfte, Käse, Wurst, Butter bis zu Semmeln und Brot. Begleitet von intensiven Gesprächen und Diskussion wurde gemeinsam „getafelt“. Bäckermeister Karl Haberzettl, Vorsitzender des Bund Naturschutz Passau, erklärte im Anschluss an den traditionellen Marsch zum - wieder von Zivilbeamten bewachten - Hof Vandiekens, dass es entgegen der Meinung von Gentechnikbefürwortern gentechnikfreie Hefe gibt und er ausschließlich diese Hefe eines Passauer Herstellers (Wieninger) verwende.

GenReis von BAYER gefährdet weltweit die Ernährungssicherheit
Coordination gegen BAYER-Gefahren,
Kampagne gegen GenReis, 30.9.07
"Große Saatgut-Unternehmen drängen mit gentechnisch verändertem Reis auf den Markt. Millionen asiatischer Landwirte drohen in Abhängigkeit der Multis zu geraten. Über das Tierfutter werden die Gengefahren auch auf den Tellern der VerbraucherInnen landen. An vorderster Stelle dabei: der US-Konzern MONSANTO, die Schweizer SYNGENTA und die BAYER-Tochter CROPSCIENCE."

MdB Johannes Röhring
im Interview mit der Borkener Zeitung, 26.9.07
Leserbrief Doro Stemmer, BZ, 11.10.07
Röhring: für eine offene, transparente Kennzeichnung der Lebensmittel;
Koexistenz ist machbar.
Stemmer: Koexistenz unmöglich
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Philippinen: Gericht verbietet Zulassung von Gentech-Reis
Coordination gegen BAYER-Gefahren, 26.9.07
"BAYER-Konzern trägt Verantwortung für Kontaminationen / „Auch Importe von Gen-Reis in die EU müssen untersagt werden“ / Erzbischof von Manila unterstützt Forderung von Umweltgruppen.
Ein Gericht in der philippinischen Hauptstadt Manila hat die Zulassung der genmanipulierten Reis-Sorte Liberty Link 62 untersagt. Die zuständige Richterin Evangeline Marigomen begründete ihre Entscheidung mit möglichen Risiken für die Umwelt und die Gesundheit von Konsumenten."

Drei Genmais-Sorten vor EU-Zulassung
derStandard.at, 25.9.07
"Wieder Pattsituation bei den Agrarministern: Die Entscheidung dürfte auf die Kommission zurückfallen
Brüssel - Die Landwirtschaftsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten werden bei ihrem Treffen heute, Mittwoch, in Brüssel die Zulassung weiterer genveränderter Maissorten als Futter- oder Lebensmittel - aber nicht zum Anbau - diskutieren. Diplomaten erwarten, dass es unter den Ministern - wie bei genveränderten Organismen (GVO) so oft - weder für noch gegen die Zulassung eine entsprechende Mehrheit geben wird. Daher fällt die Entscheidung an die EU-Kommission zurück, die bisher in der Regel immer zugelassen hat."
Gen-Technik in Soja-Produkten - Gen Au!
ÖKO-TEST, 24.9.07
"Die Saat der Gen-Soja-Hersteller ist aufgegangen: Über die Hälfte der vom Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST untersuchten 33 Soja-Produkte enthielten gentechnisch veränderte Bestandteile. Besonders ärgerlich ist das Abschneiden der Babynahrungshersteller Humana und Milupa. Denn deren Produkte, die speziell für Säuglinge mit einer Kuhmilchunverträglichkeit entwickelt wurden, enthalten ebenfalls Gen-Soja-Anteile.
Die vollständigen Untersuchungsergebnisse sind in der aktuellen Oktober-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins veröffentlicht. Das Heft erscheint am 24. September 2007 und kostet 3,50 Euro."
Steuergelder für Versuchsfelder
Borkener Zeitung, 21.9.07
Auf einen sechsstelligen Betrag veranschlagt der Leiter des Bundessortenamtes, Udo von Kröcher, die Bewachung von Maisversuchsfeldern in Borken und anderen Standorten durch einen privaten Sicherheitsdienst.

Genmais von Syngenta nimmt weitere Hürde in Brasilien
Reuters, 21.9.07
Sao Paulo (Reuters) - Die genetisch modifizierte Maissorte BT11 des Schweizer Agrarchemiekonzerns Syngenta hat in Brasilien eine weitere Hürde genommen. Die für die Beurteilung der Biosicherheit zuständige Behörde CTNBio gab am Donnerstag ihre Zustimmung für die Marktfreigabe.

„An Gentechnik dürfen wir nicht denken”
Oberbayerisches Volksblatt, 20.9.07
Interview mit dem Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes, Michael Weiß
ObV: Wären gentechnisch veränderte Pflanzen eine Möglichkeit, zu günstigeren Rohstoffen zu kommen?
Weiß: Solche Überlegungen gibt es in dem ein oder anderen Kopf. Aber ich muss hier hundertprozentig sagen: Daran dürfen wir nicht denken. . . . Gentechnik ist überhaupt nicht notwendig.

Frankreich erwägt Verbot für genmanipuliertes Saatgut
Baseler Zeitung Online, 20.9.07
Paris. DPA/baz. Die französische Regierung erwägt ein vorübergehendes Verbot von genmanipuliertem Saatgut in der Landwirtschaft.

Bundessortenamt bezahlt Wachdienst am Genmaisfeld in Borkenwirthe
Borkener Zeitung, 19.9.07
Im Zuge der Berichterstattung über den Besuch von MdL Remmel hat die BZ recherchiert, dass seit Mai 2007 rund um die Uhr ein Wachdienst das Genmaisfeld in Borkenwirthe bewacht. Diesen bezahlt aber nicht etwa Monsanto, sondern das Bundessortenamt, so dass letztlich wir Steuerzahler das Wachpersonal finanzieren!
Wir hatten bereits mehrfach öffentlich gemacht, dass das Bundessortenamt Auftraggeber des Feldver- suchs ist. 
Monsanto macht jährlich Milliardengewinne, dennoch finanzieren unsere Staatsapparate - gewollt von vielen unserer Abgeordneten und gedeckt durch unsere Gesetze - diese unsägliche Gentechnik.
Danke an Peter Berger und die BZ, die Zusammen- hänge deutlich gemacht zu haben.

Herkömmliche Resistenzzüchtung effektiver als Gentechnik
Bauernzeitung CH, 19. 9. 07
Die Kleinbauern-Vereinigung (VKMB) warnt vor übertriebenen Hoffnungen in gentechnisch veränderte Obstsorten zur Bekämpfung von Feuerbrand.

Starkes Votum gegen Genfood im Haushalt
Aktionsbündnis überreicht Ergebnis Ministerpräsident Oettinger

lifestyle Presseservice, 19.9.07
30 000 Bürger haben sich auf der Internetseite www.mein-nein.de (siehe "Mitmachaktionen") der Aktion „Haushalt ohne Genfood“ gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel ausgesprochen. 60 Millionen Deutsche lehnen Genfood ab. 5000 der gesammelten Statements hat die Initiative, der rund 40 Aktionspartner angehören, heute (17. September) in Stuttgart an Ministerpräsident Günther Oettinger übergeben.

Genpatente sind die Kanonenkugeln von heute
Saatgutunternehmen und Pharmaindustrie eignen sich Erbinformationen der Tier- und Pflanzenwelt aus »Entwicklungsländern« an

genfood.wordpress.com, biopiraterie.de, 19.9.07
Von der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie
2003 erteilte das Patentamt dem mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut handelnden US-Konzern Monsanto ein Patent auf eine Weizensorte mit besonderer Backqualität, die ursprünglich in Indien gezüchtet wurde. Monsanto war es gelungen, Genabschnitte der Pflanze zu beschreiben, die für besondere Backeigenschaften verantwortlich sein sollen. Diese Entdeckung der natürlichen Genkombination ließ sich Monsanto als Erfindung patentieren. Das Patent umfasst ein faktisches Monopol auf die Pflanzen selbst, Kreuzungen daraus und das aus ihnen gewonnene Mehl sowie alle Backprodukte. Es wurde für 13 europäische Staaten gleichzeitig erteilt und darüber hinaus auch in Japan, Australien und Kanada angemeldet; in den USA bestand es bereits seit 1999. Der Konzern kann in diesen Ländern jeglichen Handel mit entsprechendem Saatgut kontrollieren – andere Züchter und Landwirte dürfen mit dem patentierten Saatgut nicht mehr arbeiten.

Ähnliche Beispiele gibt es viele. Immer wieder werden Patente auf Pflanzenmerkmale erteilt, weil ein Konzern beansprucht, eine Erfindung gemacht zu haben. Eine ähnliche Entwicklung ist mittlerweile auch im Bereich der Nutztiere im Gange.

MdL Johannes Remmel, Bündnids 90/Die Grünen,  informiert sich am Genmaisfeld und diskutiert mit Grünen und NetzwerkerInnen, 18.9.07

MdL Remmel, Welper, Saatkamp am Feld 18.9.07












Weiteres siehe "Aktionen,  MdL Remmel 18.9.07" 

Kritik am Fördergesetz
Umweltschützer warnen vor der Novelle des Gentechnik-Gesetzes: Die Felder seien zu wenig vor gentechnisch veränderten Pflanzen geschützt.

TAZ, Julia Langensiepen, 18.9.07
Laut BUND und Bioland sollten sich die Bundesländer ein Beispiel am Nachbarn Österreich nehmen. Dort gibt es in der Steiermark das Gentechnik-Vorsorge-Gesetz, das inzwischen etliche Bundesländer übernommen haben. Nun entscheiden die Landesregierungen darüber, ob ein Bauer gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen darf. Zudem liegt der Schwellenwert für Verunreinigungen bei 0,1 Prozent. Damit setzt Österreich laut BUND neue Wettbewerbsstandards.