Pressemitteilung Dr. Tackmann, MdB, 12.6.07
Vom Bundesmininsterium für Bildung und Forschung erhielten 38 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland über 28 Millionen Euro Fördergelder. Grund: Sie arbeiten mit gentechnisch veränderten Pflanzen oder setzen gentechnische Methoden in der Züchtungsforschung ein. Aber keines dieser Unternehmen hat bisher einen Antrag auf Zulassung gentechnisch veränderter Organismen gestellt.
Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE hervor, in der die arbeitsmarktpolitischen Effekte der Agro-Gentechnik abgefragt wurden.
Antwort des Landwirtschaftsministeriums zu arbeitsmarktpolitischen Effekten der Agro-Gentechnik
Privatbrauereien gegen Gentechnik im Bier
dpa / WDR 5, 12. Juni 2007
Die deutschen Privatbrauereien warnen vor der Gefahr, dass im Zuge der anstehenden Novellierung des Gentechnikgesetzes genveränderte Rohstoffe ins Bier gelangen könnten. "Die mittelständische
Brauwirtschaft will auch künftig keine Gentechnik in deutschem Bier und lehnt die Verwendung gentechnisch veränderter Braurohstoffe deshalb entschieden ab." sagte der Bundesgeschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland, Roland Demleitner.
Zwei interessante Artikel der Frankfurter Rundschau:
Späte Saaten aus dem Labor
FR-online, 12.6.07
Kritik an neuem Gentechnik-Gesetz
FR-online, 12.6.07
EU duldet Gentech in Biokost
Focus, 10.6.07
SPD und Grüne (BZ 9.6.07) äußern Unmut
"Das Katz-und-Maus-Spiel der Firma Monsanto mit den staatlichen Behörden muss aufhören." forderte der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag NRW Johannes Remmel.Alles palletti? Für uns nicht!
Auch wenn Behörden und Politik meinen, zur Tagesordnung übergehen zu können, wir akzeptieren diese Kumpanei nicht!
Minister Uhlenberg sehe darin einen Erfolg, so Heike Zafar gestern in 'Westblick', WDR 5.
Wir nicht. Wer das 'Erfolg' nennt, wenn Lebensmittel dem Giftmais geopfert werden, gibt sich dem Konzern geschlagen. Wir fordern unseren Verbraucherminister auf: Nehmen Sie endlich Volkes Wille zur Kenntnis. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen keine Grüne Gentechnik. Unterstützen Sie uns, in dem Sie Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer als Dienstherrn des Bundessortenamtes auffordern, sein Amt anzuweisen, die ursprüngliche Forderung nach Umpflügen durchzusetzen.
LM Uhlenberg auf Seite 9 des Protokolls:
" Aber, meine Damen und Herren, eines möchte ich auch deutlich sagen: Es geht in Zukunft nicht mehr um die Frage, ob es gentechnisch veränderte Produkte gibt, sondern es geht um die Frage, wie dieser Prozess auf den Weg gebracht wird. . . ."
Antwort der Bezirksregierung v.1.6.07Ortstermin, 5.6.07, 8:15 Uhr
Das Genmaisfeld wird von zwei "Schwarzen Sherrifs" bewacht.
Alles palletti? Für uns nicht!
Auch wenn Behörden und Politik meinen, zur Tagesordnung übergehen zu können, wir akzeptieren diese Kumpanei nicht!
Minister Uhlenberg sehe darin einen Erfolg, so Heike Zafar gestern in 'Westblick', WDR 5. Wir, das Netzwerk, nicht. Wer das 'Erfolg' nennt, wenn Lebensmittel dem Giftmais geopfert werden, gibt sich dem Konzern geschlagen. Wir fordern unseren Verbraucherminister auf: Nehmen Sie endlich Volkes Wille zur Kenntnis. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen keine Grüne Gentechnik. Unterstützen Sie uns, in dem Sie Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer als Dienstherrn des Bundessortenamtes auffordern, sein Amt anzuweisen, die ursprüngliche Forderung nach Umpflügen durchzusetzen.
Im o.g. Radiobericht wurde nochmal deutlich, dass der Deal mit den Nachbarn formal nicht durch Monsanto geschah. Die Firma bediente sich vielmehr der Sortenfördergesellschaft (SFG) mbH, einer gewerbsmäßigen Tochter des Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP). Der BDP ist nicht etwa der Verband von Gentechnikfirmen, nein auch konventionelle Erzeuger sind Mitglied. Es wäre doch mal interessant zu erfahren, was diese Firmen davon halten, dass Ihr Geld so eingesetzt wird. Ist das satzungskonform, dass in dieser Weise vorgegangen wird? Warum ist Monsanto nicht selbst tätig geworden? Der Verdacht liegt nahe, auch hier wurde getrickst, um den Konzern aus der Schusslinie zu kriegen.Ortstermin, 5.6.07, 8:15 Uhr
Das konventionelle Maisfeld in der 150-Meter-Gefahrenzone ist noch zu etwa 90 Prozent vorhanden. War das Schlegeln nur eine Geste? Offenbar tanzen Monsanto und Bauer Wolbink den Behörden schon wieder auf den Nase herum. Bis zum 5.6.07, 8:15 Uhr wurde die Absprache, das konventionelle Maisfeld nebenan zu beseitigen nicht eingehalten (siehe Fotos)..jpg)
indymedia, 3.6.07
Im Rahmen der G8-Aktionswoche fand am Sonntag der "Aktionstag Landwirtschaft" statt. Er richtete sich gegen die Fischerei- und Landwirtschaftspolitik der G8 und gegen den katastrophalen Zustand der globalen Agrarwirtschaft. Dieser Zustand vergrößert den Hunger in der Welt und die G8-Staaten und die dort ansässigen Konzerne tragen die größte Verantwortung dafür.
Im Mittelpunkt der Aktionen stand die Ablehnung von genmanipulierten Lebensmitteln und der unfaire globale Lebensmittelhandel.pers. Bericht vom Ortstermin 2.6.07, 7:30 Uhr
Foto: Rabe
Teilweise bearbeitetes Nachbar-Maisfeld
Pressesprecherin Rittich, BezReg
Monsanto* hat mit zwei Bauern , deren konventionelle Maisfelder innerhalb des 150 Meter-Abstands liegen, einen Deal gemacht: Monsanto* erwirbt die Nutzungsrechte und mäht den dort wachsenden normalen Mais ab! Schon ist der Anordnung, einen Abstand von mindestens 150 Meter einzuhalten, genüge getan. Der Genmais kann weiter wachsen!
Eine Perversion ersten Grades! Der Giftmais bleibt stehen, obwohl die BezReg das Blühen und den Pollenflug verhindern wollte. Das Gift geht in den Boden, obwohl das Bundesamt für Verbraucher- schutz und Lebensmittelsicherheit bescheinigt (vgl. 9.5.), dass davon Gefahren ausgehen und Risiken bestehen.
Verkehrte Welt! Jetzt muss politisch gehandelt werden.
* Nicht Monsanto direkt, sondern - wie erst später bekannt wird - die Sortenfördergesellschaft mbH (eine gewerbliche Tochter des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter e.V.) hat den Deal abgeschlossen. Ein Gewirr von Verschachtelungen, das zu entwirren einigen Journalisten dank gebührt.
persönlicher Bericht vom Ortstermin gegen 18 Uhr
Der Tagesspiegel, online, 1.6.07
Gentechnisch veränderter Mais, Soja oder Raps sollen künftig zum Alltag gehören. Darauf setzen die Chemiekonzerne BASF und Bayer. In sechs bis acht Jahren will BASF erste gentechnisch veränderte Lebensmittel auf den Markt bringen. Der Chemie-Riese arbeitet mit dem US-Konzern Monsanto zusammen.
Bayers Pflanzenschutz- und Saatgut-Sparte Crop Science übernehme die auf genetisch veränderte Baumwollsaaten spezialisierte US-Firma Stoneville für 310 Millionen Dollar, teilte Bayer mit.