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Borken ohne genmanipulierten Mais

Mitglied im „Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“

News aus dem Oktober 2007, Teil 2, ab 21.10.


Bundestag berät Gentechnikgesetz mitten in der Nacht
Umweltinstitut München e.V. - Newsletter 31.10.07
Am 8. November soll das Gentechnikgesetz erstmals im Bundestag beraten werden, nachts zwischen 3.50 Uhr und 4.20 Uhr! Offenbar versucht die Regierung, das Gesetz bei Nacht und Nebel voran zu treiben.
An die Teilnehmer unserer Protestaktion gegen eine Aushöhlung des Gentechnikgesetzes versendet die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gleichlautende Antwortschreiben. Darin bedient sie sich einer Reihe falscher und irreführender Argumente.
Die Antwort des Umweltinstitut München finden Sie auf unserer Aktionsseite.
Falls Sie sich noch nicht an der Protestaktion beteiligt haben, besteht dort noch die Möglichkeit, vorformu- lierte Protest-Mails an die Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU zu senden. Machen Sie sich für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel stark!


Kein Sonderweg für Österreich beim Genmais
Tages-Anzeiger online, 30.10.07
Unter dem Druck von WTO-Strafzöllen drängen die anderen EU-Staaten Österreich zum Import von Genmais. Wien spricht dennoch von Erfolg.
Der Vorschlag der EU-Kommission, wonach Österreich seine Schutzklauseln gegen die beiden gentechnisch veränderten Maissorten Mon810 und T25 zumindest für den Import als Futter- und Nahrungsmittel aufheben soll, fiel heute bei den Umweltministern durch: 14 Staaten votierten dagegen, nur 4 dafür. Doch die Sonderbarkeit des europäischen Systems will es, dass Österreich damit trotzdem unterlegen ist. Wenn wie gestern keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen einen Vorschlag zu Stande kommt, fällt die Entscheidungskompetenz an Brüssel zurück.


  Krebs durch Gentechnik
Zentrum der Gesundheit, Quelle:  The Independent, 30.10.2007
Aktivisten aus Großbritannien fordern, Testreihen mit genveränderten Kartoffeln in diesem Frühjahr zu stoppen, nachdem neue Beweise eines Zusammenhangs zwischen genetisch veränderten Kartoffeln und Krebs bei Laborratten veröffentlicht wurden.
Ergebnisse werden von offizieller Stelle kritisiert und verschleiert


Erst zugelassen, dann für giftig befunden!
Zentrum der Gesundheit, Quelle: Schrot&Korn, 30.10.07
Der im Januar 2006 in der EU zugelassene Gen-Mais MON 863 führt bei Tieren, die damit gefüttert wurden, zu Vergiftungssymptomen und Schädigungen von Leber und Nieren.
Zu diesem Ergebnis kommen französische Forscher, die im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace eine Fütterungsstudie von Monsanto neu ausgewertet haben.


Es zählt nicht nur der freie Handel, sondern auch der Wunsch der Verbraucher
EU hat ein Recht auf Importverbote
taz, Daniela Weingärtner, 30.10.07
Gestern stimmten in Luxemburg immerhin 14 der 27 EU-Staaten dafür, Österreichs Haltung zu billigen. Eigentlich wäre eine qualifizierte Mehrheit nötig gewesen. Dennoch hat die EU-Kommission nun angekündigt, ihre Entscheidung aufzuschieben.
Ein Binnenmarkt wie die Europäische Union muss das Recht haben, einen Importstopp zu verhängen, wenn die Konsumenten das wünschen und Gesundheitsgefahren sowie Verschmutzungen anderer Produkte nicht auszuschließen sind. Das Zögern der EU-Kommission, die geltenden Regeln rigoros umzusetzen, zeigt, dass ein Umdenken begonnen hat.

siehe hierzu auch:
Österreichs Genmais-Importverbot kippt
Kurier,
31.10.07

BDL fordert konstruktiven Umgang mit der grünen Gentechnik
agrarheute.com, 29.10.2007
Berlin - Die grüne Gentechnik birgt Risiken und Chancen, die genau analysiert werden müssen“, so Johannes Scharl, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL).
Als positiv bewertet der BDL die Tatsache, dass in der Gesetzesnovelle endlich Regelungen zur „guten fachlichen Praxis“ für LandwirtInnen getroffen wurden. Dennoch seien einzelne Regelungen in der Praxis schwer umsetzbar und zum Teil sogar unsinnig.


Politiker fordern Österreichs Gentechnik-Importverbot dürfe nicht fallen
agrarheute.com, 29.10.07
Nach Aussage Oberösterreichs Umweltlandesrat Rudi Anschober belegen neue Studien, dass die bisherigen Risikostudien völlig unzureichend seien und vor allem die Langzeitrisiken nicht untersucht seien. Die neue Studie von Ökologen der Universitäten von Chicago, Indiana und Southern Illinois besagt, dass der sogenannte Bt-Mais ein Gen enthalte, welches ein Gift produziere, das unerwartete Folgen für ganze Ökosysteme haben könne. Bei der Zulassung von Bt-Mais seien nicht alle Risiken voll untersucht worden, sagt Todd Royer, einer der Studienautoren.


In fast jedem Joghurt steckt Gentechnik
Kölner Stadtanzeiger, Jessica Backhaus, 29.10.07
Durch den Einsatz von Gentechnologie finden derzeit in der Nahrungsmittelindustrie tiefgreifende Umwälzungen statt. Die Öffentlichkeit erhält allerdings nur einen begrenzten Einblick.
Welche Lebensmittel werden mittels Gentechnik 'optimiert'?

EU-Kommission spricht sich gegen Gentech-
Anbau aus!

global2000, 29.10.07
Auf Betreiben der Kommission stimmen die EU-Umweltminister morgen über die Aufhebung von Österreichs Importverboten für die Gentech-Maissorten MON 810 und T25 ab, nicht aber über das zugehörige Anbauverbot.


Bush, Monsanto und der Irak
oder die Order 81

Guerilla Kapitallist, 28.10.07
Der gute George Bush will nach dem er ja den Irak Krieg "gewonnen" hat das Nahrungsmittelproblem im Irak mit der Hilfe von mit Monsanto & co. lösen. Das derzeitige Patentrecht im Irak verbietet, dass Bauern Saatgut von der letzten Ernte zurückbehalten dürfen, wie dies bisher Tradition war. Statt dessen müssen sie künftig in jedem Fall den Züchtern von konventionellem oder genmanipuliertem Saatgut
Lizenzgebühren zahlen. Davon profitieren ausschließlich Saatgut-Multis wie Monsanto, Syngenta, Bayer und Dow Chemical.


Brauer übergeben knapp 30.000 Unterschriften
Schavan lässt sich in Berg nicht umstimmen,
Ingeborg Burkhardt, 28.10.07
Mit Respekt nehme sie die Sorgen der Brauer zur Kenntnis, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Berg. Doch selbst 29 633 Unterschriften gegen Gentechnik in der Landwirt- schaft könnten sie nicht umstimmen - sie wird im Bundestag dafür stimmen. 


Frankreich setzt
Anbau von Gen-Pflanzen aus
Greenpeace, 26.10.2007
Mit Spannung erwartet, mit Freuden begrüßt: Der französische Präsident hat am Donnerstagabend einen Anbaustopp für Gen-Pflanzen verkündet. Das Verbot gilt zunächst bis zum Ende der Anbausaison 2008. Bis dahin sollen neue Sicherheitsmaßnahmen für den kommerziellen Anbau erarbeitet sein. Der Bann betrifft unmittelbar den umstrittenen Gen-Mais MON810 des Konzerns Monsanto.

25 000 indische Bauern protestieren für mehr Rechte
Welt online, 28.10.07
Neu Delhi (dpa) - Nach einem fast vierwöchigen Protestmarsch durch Nordindien sind rund 25 000 landlose Bauern in der Hauptstadt Neu Delhi eingetroffen. Mit der Aktion wollen die Teilnehmer aus zwölf Bundesstaaten auf die Lage der Landbevölkerung aufmerksam machen, die ihrer Ansicht nach vom wirtschaftlichen Aufschwung ausgeschlossen bleibt.
Nicht zuletzt wegen der Geschäftspraktiken von Gentech-Konzernen sind immer mehr Bauern gezwungen, ihr Land an diese abzutreten.


Skepsis gegenüber Gentechnik
WDR Regionalnachrichten, 27.10.07
Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster hat am Samstag ein Positionspapier zur Gentechnik in der Landwirtschaft verabschiedet. Die Gentechnik dürfe nur dann eingesetzt werden, wenn wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen sei, dass von ihr keine Gefahr ausgehe. Dazu sei unter anderem eine unabhängige Forschung notwendig, betont das oberste Gremium der katholischen Laien im Bistum Münster.


Gentechnik bedroht deutsche Bienen
on Nachrichten T-Online, 27.10.07
Deutschlands Imker sehen durch den Einsatz von Gentechnik langfristig den Bienenbestand und damit auch ihre eigene Existenz bedroht. Der Chef des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, Manfred Hederer, fordert daher den kompletten Stopp des Anbaus von Gen-Mais.

Schule gegen Gen-Milch
Rheinische Post online, Bärbel Kleinelsen, 25.10.07
Orangensaft statt Kakao oder Erdbeer-Milch: Seit den Sommerferien verteilt Hausmeisterin Ulrike Huhndorf keine Trinkmilch mehr an die Kinder der Grundschule Alte Flur.
„Ich habe durch Greenpeace davon erfahren, dass unser Schulmilch-Lieferant auch Milch von Landwirten kauft, die genmanipulierten Mais verfüttern“, sagt Ulrike Huhndorf. „Ich war entsetzt.“ Auch Schulleiterin Ursula Maas war empört. „Wir haben die Eltern in einem Brief über die Qualität der Schulmilch informiert. Seitdem sind keine Milchbestellungen mehr eingegangen“, sagt die Rektorin.

Nachahmenswert!


GLOBAL 2000 und Greenpeace: EU-Kommission spricht sich erstmals gegen Gentech-Anbau aus!
PR-inside.com, 25.10.2007
Wien. Die EU-Generaldirektion Umwelt hat heute vorgeschlagen, dass den beiden Gentech-Maissorten Bt11(Syngenta) und 1507 (Pioneer/Dupont) die Zulassung für den Anbau in der EU verweigert wird. Schwerwiegende wissenschaftliche Unsicherheiten über deren Auswirkungen auf die Umwelt, haben die Kommission zu dieser Aussage bewogen. Greenpeace und GLOBAL 2000 begrüßen diesen Vorschlag, denn zum ersten Mal erfüllt die EU-Kommission bei Gentech-Zulassungen die gesetzlichen EU-Vorgaben, die die Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips sowie eine umfassende Risikoabschätzung verlangen.

EU-Kommission genehmigt Mais und Zucker
Der Standard, 24.10.07
Die EU-Kommission hat am Mittwoch die Zulassung für vier weitere gentechnisch Manipulierte Pflanzen erteilt. Damit können drei zusätzliche Maissorten sowie eine genetisch veränderte
Zuckerart am europäischen Markt verkauft werden.


Österreichs Gen-Mais-Verbot vor dem Fall?
Die Presse, 23.10.2007
Im dritten Anlauf könnte die EU-Kommission Österreich zur Aufhebung der Importverbote zwingen. Die Handelsrichter der Welthandelsorganisation WTO hatten im Vorjahr der Klage Washingtons, dass die Importverbote den Grundsatz des freien Welthandel verletzten, grundsätzlich recht gegeben. Allerdings mit der Einschränkung, dass Staaten Verbote erlassen dürften, wenn diese ausreichend wissenschaftlich begründet sind.
Gen-Mais-Proteste in Brasilien fordern Tote
zisch,
22.10.07
Bei Protesten gegen den Basler Agrochemiekonzern Syngenta in Brasilien sind am Wochenende zwei Menschen getötet worden. Vertreter der Landlosenbewegung hatten zuvor eine Syngenta-Versuchsfarm im Bundesstaat Parana besetzt.
Bericht in indymedia.org