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Borken ohne genmanipulierten Mais

Mitglied im „Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“

News aus dem November 2007, Teil 1, bis 15.11.


 Trutzburgen gegen Gentechnik

Schweriner Volkszeitung, Anja Bölck, 05.11.07
Dass in diesem Sommer die neunte Gentechnikfreie Region in Mecklenburg-Vorpommern ausgerufen wurde, hat kaum jemand bemerkt. Wieder erklärten sich Biobauern und konventionelle Landwirte - diesmal aus dem Schweriner Umland - bereit, kein gentechnisch verändertes Saatgut auszubringen. Warum tun sie das? Und warum haben es plötzlich alle so eilig, solche Bündnisse einzugehen? 


Die Verweigerer sind die Industrie
genfood.wordpress.com, 4.11.07
Eigentlich haben wir es ja schon immer gewußt. Die Industrie will uns dumm halten und jeglichen vernünftigen Fortschritt unterbinden - weil diese nicht verkäuflich sind…
Aber lesen Sie selbst:
Rückwärts in der Evolution…
Quelle: Luc Bürgin: Der Urzeit-Code. Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gentechnologie. München 2007
Risiken der Gentechnik
Referent Dr. Frank Augsten informiert auf Einladung von Imkern über Gefahren
Ostthüringer Zeitung, Ulf Rathgeber, 3.11.07
Dr. Frank Augsten vom Verein Thüringer Ökoherz e.V. hat vor einem Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht nur in der Thüringer Landwirtschaft gewarnt.
Die von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) vorgeschlagenen 150 Meter Feld- Abstand zwischen konventionell und gentechnisch veränderten Pflanzen quittierten die Bienenfreunde in Saalfeld mit einem abschätzigen Lachen. Immerhin sammelt eine Biene ihren Nektar im Umkreis von zehn bis zwanzig Kilometern.
 "Gentechnik kann Probleme nicht lösen"

Ächtung wird Schlüsselprojekt in Taunusstein / Biobauern sehen ihre Existenz bedroht / ev. Kirche sieht Alternativen
Wiesbadener Kurier, 3.11.2007
"Es geht nicht darum, eine Panik-Botschaft vermitteln, sondern sich mit dem Thema kritisch auseinander zu setzen und Warnhinweise ernst zu nehmen", erklärte Diplom-Agraringenieurin Maren Heincke, Referentin der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. So spricht sie von einem möglichen Risiko, von der Gefahr Allergie auslösender Stoffe und Gifte. Betont, dass die evangelische Kirche darauf abhebe, dass es gute und genügend viele Alternativen zu solch veränderten Lebensmitteln gebe. Gibt zu bedenken, dass auch nützliche Pflanzen geschädigt werden können, angesichts des Arguments, die Veränderungen im Saatgut dienten der Schädlingsresistenz. "Gentechnik kann die Probleme nicht lösen, weil sie nicht an den Ursachen ansetzt", sagt Heincke.


Neue Debatte über genveränderte Pflanzen?
TELELEPOLIS/Heise, Brigitte Zarzer, 02.11.2007
Frankreich wird grün, die EU-Kommission ist uneinig über die Agro-Gentechnik und Österreich muss doch ein wenig genveränderten Mais importieren.

High Noon auf dem Soja-Acker

HANDELSBLATT, 28.11.2007

Sojabohnen, Stacheldraht, Schießereien: Der Kampf um genveränderte Pflanzen wird immer verbissener geführt. In Brasilien gibt es bereits die ersten Toten. Für den Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta ist das ein herber Rückschlag. Jetzt fürchtet das Unternehmen um sein Image.

Warum leiden Bauern, die Nahrung anbauen, Hunger?

www.jungewelt.de, 27.11.2007

Biotechnologie ist keine »Wunderwaffe« gegen Unterernährung, sondern dient dem Profit der Konzerne. Ein Gespräch mit Vandana Shiva

Seehofer für vorläufigen Stopp der Gen-Zulassungen in Europa

26.11.2007

Brüssel (AFP) — Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) dringt auf einen vorläufigen Stopp der Zulassung neuer Genpflanzen in Europa. Das Genehmigungsverfahren sei politisch "bedenklich", da es die Vorbehalte der Bevölkerung gegen Genprodukte nicht ausreichend berücksichtige, sagte Seehofer in Brüssel vor dem EU-Agrarrat, bei dem es auch um die umstrittenen Zulassungsregeln geht. Darin sei er sich mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) einig. "Das sollte man jetzt erstmal stoppen und schauen, ist das Verfahren so in Ordnung", sagte der Minister.

Seehofer will die EU-Kommission auffordern, Vorschläge für eine Änderung des Genehmigungsverfahrens vorzulegen. Nach den seit rund drei Jahren geltenden Regeln schlägt die Kommission den Mitgliedstaaten die Zulassung aufgrund einer Risikoanalyse der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor. Die Entscheidung der Politik zu überlassen, sei aber "hoch unbefriedigend", sagte Seehofer: "Das wäre ja so, als wenn politische Gremien über die Zulassung von Arzneimitteln entscheiden würden."

Ein vorläufiges Moratorium würde auch ein deutsches Produkt treffen: die Genkartoffel Amflora des BASF-Konzerns. Das Unternehmen will die Kartoffel nicht nur für die Stärkeproduktion in der Industrie, sondern auch als Futtermittel etwa für Schweine genehmigen lassen. Seehofer lehnt dies nach eigenen Worten ab, da Amflora damit in die Nahrungsmittelkette gelangen würde.

1. Lesung Gentechnikgesetz,
Deutscher Bundestag

campact.de, 9.11.2007

Die Gesetzesvorlage sowie die Reden der Fachpolitiker/innen wurden heute Nacht gegen 3:45 Uhr lediglich zu Protokoll gegeben und an die Parlaments-Ausschüsse zur Beratung überwiesen.

Weiter ohne die Gentechnik

Rhöner Landwirtschaft setzt Initiative fort

Über 40 Prozent der Landwirte im Landkreis Fulda, aber auch der Kreistag, der Gebietsagrarausschuss und der Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld lehnen weiterhin den Anbau gentechnisch veränderten Saatgutes ab.

Fuldaer Zeitung , 9.11.2007

MARGRETENHAUN (bh) 1100 Rhöner Landwirte aus Hessen, Thüringen und Bayern hatten sich 2005 verpflichtet, auf ihren 63 000 Hektar Bewirtschaftungsfläche keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Als Folge wurde das Biosphärenreservat zur gentechnikfreien Zone erklärt. Jetzt läuft die Aktion aus. Eine zweite Runde startet aber.

Auch das Westmünsterland soll gentechnikfreie Zone werden;
siehe 'Aktionen - gentechnikfreie Region',
Machen Sie mit!

Grüne fordern Schutz für gentechnikfreie Landwirtschaft

Deutscher Bundestag, Aktuell, 8.11.2007

Berlin: (hib/HAU) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in einem Antrag (16/6943) den umfassenden Schutz von Mensch, Umwelt und gentechnikfreier Landwirtschaft im Gentechnikrecht ebenso sicherzustellen wie die volle Transparenz und Wahlfreiheit beim Umgang mit gentechnische veränderten Organismen. Um die Nützlichkeit des Standortregisters für die landwirtschaftliche Praxis zu erhöhen, so die Antragsteller, solle zukünftig gewährleistet sein, dass gemeldete Flächen mit gentechnisch verändertem Anbau wieder aus dem Register gestrichen werden, wenn entgegen der ursprünglichen Planung doch nicht gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Ein weiterer Antrag der Bündnisgrünen (16/6944) fordert die Kennzeichnung von Produkten von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden.

Gewinn oder Gefahr?

Borkener Zeitung, 8.11.2007

Bericht über eine Veranstaltung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Borken-Burlo mit Dr. Waltraut Ruland von der Landwirtschaftskammer Bonn am 6.11.2007.

Landwirtschaft braucht keine Gentechnik

Vortragsreihe
Viele Bauern befürworten gentechnikfreie Region Ostallgäu

Allgäuer Zeitung, all-in.de, 7.11.2007

Obergünzburg/Ostallgäu | Zu Vorträgen über eine gentechnikfreie Region Ostallgäu unter dem Motto „Die Landwirtschaft braucht keine Gentechnik“ luden der Bayerische Bauern-Verband (BBV) und der Bioring Allgäu nach Obergünzburg, Germaringen und Seeg ein.

Gentechnik in Österreich – es wird ganz auf uns Bürger ankommen!

Zeit-Fragen (Hintergrundbericht), 7.11.2007

Auf Grund der mehrheitlichen Ablehnung der Österreicher besteht bis dato ein Verbot für Anbau und Import von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Vergangene Woche hat die EU im dritten Anlauf dieses Verbot gekippt. Die EU zwingt nun Österreich zur Legitimation der Einfuhr von gentechnisch verändertem Mais.

Neues Gentechnikgesetz gefährdet Wahlfreiheit und Lebensmittelqualität / Umweltverbände und Lebensmittelwirtschaft fordern Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft

BUND (Pressemitteilung), 7.11.2007

Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Ökologische Ärztebund, der Verband Privater Brauereien Deutschland und UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordern entscheidende Nachbesserungen am neuen Gentechnikgesetz. Es wird dem Parlament am kommenden Freitag zur ersten Lesung vorgelegt.

In einem von 36 Verbänden unterzeichnetenOffenen Brief an die Abgeordneten des Bundestages und in einem Manifest, das von zahlreichen Unternehmen unterzeichnet wurde, verlangen sie die Sicherung der gentechnikfreien Lebensmittelwirtschaft. Die gen- technikfreie Saatgutgewinnung und Landwirtschaft müssten geschützt, die Artenvielfalt dürfe nicht beeinträchtigt werden und die Verbraucherbraucherpreise dürften durch die Gentechnik nicht steigen.

Kleine Erbgut-Schnipsel als Waffe gegen gefräßige Insekten

genfood.wordpress.com, 7.11.2007

Quelle: Deutschland Radio, Michael Lange

Biologie. - In Pharmazie und Medizin hat sich die RNS-Interferenz in den vergangenen Jahren zum großen Hoffnungsträger entwickelt und wurde 2006 gar mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Jetzt hoffen Wissenschaftler, mit den RNS-Fragmenten den Pflanzenschutz vorantreiben zu können.