Netzwerk
Borken ohne genmanipulierten Mais

Mitglied im „Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“


Demonstration am 24. Mai 2007


Biolandbauern und Netzwerk Borken ohne genmanipulierten Mais protestieren am Genmaisfeld

                                                     
Sammeln auf Bioland Finkes Hof, Hoxfeld 




Alles wohlbehütet durch Polizeikräfte




Mit einem Korso aus Radfahrern, Autos und Treckern bewegte sich am Donnerstagabend (25.5.07) der Demonstrationszug gegen die Grüne Gentechnik vom Bioland Finkes Hof zum Genmaisfeld in Borkenwirthe. Korso Schwanz
    












Dort wächst der genmanipulierte Mais MON 810 der Firma Monsanto weiterhin trotz der Anordnung des Bundessortenamts umzupflügen, und trotz der Ankündigung einer Ordnungsverfügung durch NRW-Landwirtschaftsminister Uhlenberg in der Fragestunde des NRW-Landtags am Mittwoch (23.5.07). Um so mehr machten etwa 80 Demonstranten ihren Unmut laut und forderten, dem eigenmächtigen Handeln von Monsanto endlich ein Ende zu setzen.

















   


Der Geschäftsführer des Bioland Landesverbands NRW, Heinz-Josef Thuneke, beschwor die Landwirte des Münsterlandes es beispielsweise den bayerischen Kollegen gleich zu tun und offensiv die Grüne Gentechnik abzulehnen und Selbstverpflichtungserklärungen zu unterschreiben (Formular siehe  "Downloads"). „Politiker, die immer noch einem möglichen Nebeneinander von konventionellem Anbau und dem mit gentechnisch veränderten Pflanzen das Wort reden, könnten an den Erfahrungen in anderen Ländern unschwer sehen, dass das eine Utopie ist. Auch das Märchen von geringerem Einsatz von Pestiziden gelte nur für die ersten Jahre, dann muss mehr und gegen weitere Resistenzen gespritzt werden. Und der Hunger in der Welt ist durch die Agro-Gentechnik auch nicht gestoppt worden.“ Thuneke appellierte an die Politiker, sie sollten endlich demokratisch, dem Wunsch der großen Mehrheit der Bevölkerung entsprechend, die Grüne Gentechnik ablehnen. Der Referentenentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes dürfe so nicht beschlossen werden.

  BUND-Kreisverbandssprecher Henry Tünte erklärte unter dem Beifall der Demonstranten: “Es ist doch etwas faul, wenn das Bundessortenamt – wie kürzlich geschehen - innerhalb von drei Tagen die Größenangabe des Genmaisfeldes in ihrem amtlichen Register von 1000 auf 200, dann 378 und schließlich wieder 1000 Quadratmeter hin und her korrigiert. Und es ist schon bemerkenswert, dass erst durch den öffentlichen Druck und die aktuelle Fragestunde im Landtag sich der Minister hier im Einzelfall zum Durchgreifen gegen Monsanto genötigt fühlt und Ordnungsverfügungen erlassen will. Aber sonst soll weiter geforscht und GVO angepflanzt werden. Nein, Herr Uhlenberg, wir wollen grundsätzlich keine Agro-Gentechnik.“ stellt Henry Tünte für das Netzwerk Borken ohne genmanipulierten Mais fest, das den Acker und das weitere geschehen weiter kritisch begleiten wird.



Das Video von der Demo hier. Dank an Rolf Mecke.